Empfehlungsschreiben, Referenzschreiben & Letter of Recommendation Musterbeispiel

Ein Empfehlungsschreiben vom ehemaligen Arbeitgeber beziehungsweise ein Referenzschreiben über die bisherigen Leistungen und Kenntnisse des beruflichen Werdegangs, machen sich in jeder Bewerbung gut.


Was ist der Unterschied zwischen einen Referenzschreiben und einem Empfehlungsschreiben? Was gehört hinein? Was bringen solche Schreiben und wie sehen sie praktisch aus? Auf diese Fragen finden Sie hier die Antworten.

Hier können Sie nun anhand zweier Vorlagen beispielhaft sehen, wie Empfehlungsschreiben und Referenzschreiben aussehen können.

Beispiel Empfehlungsschreiben

Absenderadresse

Empfängeradresse

Empfehlung von Frau/Herr … für die Position als …

Frau/Herr … hat sich nach langjähriger hervorragender Arbeit in unserem Unternehmen dazu entschlossen, eine neue berufliche Herausforderung anzunehmen.

Auf diesem Wege können wir sie/ihn nur bestätigen und bedauern gleichzeitig ihren/seinen Entschluss, uns aus diesem Grund verlassen zu müssen.

Frau/Herr … arbeitete als Sachbearbeiter/in im Kundendienst. Sie/Er bewältigte seinen Aufgaben zur Auftragsabwicklung und Kundenbetreuung jederzeit zur vollsten Zufriedenheit ihrer/seiner Vorgesetzten. Sie/Er genoss einen hervorragenden Ruf bei seinen Arbeitskollegen und zeichnete sich durch ein angenehmes Auftreten auch gegenüber Vorgesetzten aus.

Frau/Herr … ist für die Position als … sehr gut geeignet und wir empfehlen eine Beschäftigung in diesem Bereich, weil dies ihren/seinen Fähigkeiten in einem hohem Grade entspricht.

Bei weiteren Fragen, können Sie sich gerne an uns wenden.

Grußformel …

In diesem Format kann man sich ein Empfehlungsschreiben vorstellen, welches immer das Augenmerk auf die Vorzüge des Beschäftigten legen sollte.

1. Das Empfehlungsschreiben

Der Sinn eines solchen Schreibens ist es, ein positives Licht auf einen Person zu werfen.

Dies kann zum Beispiel für:

  • Bewerbungen
  • Stipendien
  • Praktika
  • Studien

sinnvoll sein.

Das Hauptaugenmerk bei einem Empfehlungsschreiben liegt darin, für die Zukunft etwas zu empfehlen, zum Beispiel für einen zukünftigen Arbeitsplatz.

In anderen Ländern wie der USA sind solche Schreiben gerade auf dem schnelllebigen Arbeitsmarkt an der Tagesordnung.


2. Das Referenzschreiben

Das Referenzschreiben legt Zeugnis über die bisher geleisteten (meist) beruflichen Qualifikationen ab.

In diesem Schreiben geht es darum ein klares Bild darüber zu zeichnen, was jemand durch seine berufliche Bildung und Weiterbildungen leisten kann.

In einem Referenzschreiben sind unter anderen enthalten:

  • Studienabschlüsse
  • Berufliche Ausbildungen und Abschlüsse
  • Weiterbildungen
  • Zertifikate (zum Beispiel über besuchte Seminare)

Es belegt anhand der genauen Daten das bisherige berufliche Leben.

Allerdings sind gerade die Referenzschreiben wichtig für eine bestimmte Berufsgruppe – die Freiberufler.

Warum?

Da man sich als freiberuflicher Mitarbeiter in keinen richtigen Arbeitsverhältnis im Sinne eines Angestelltenverhältnis befindet, hat man auch keinen Anspruch auf ein etwaiges Arbeitszeugnis.

Man hat also keinen Beleg über erbrachte Leistungen. In solchen Fällen sind gerade Referenzschreiben bei möglichen Arbeitgebern/Auftraggebern sehr hoch angesehen.

3. Die Adressaten

Es gibt auch einen nicht zu unterschätzenden Unterscheid zwischen einem Empfehlungsschreiben und einem Referenzschreiben.

  • Empfehlungsschreiben sollen einen bestimmten Adressaten (zum Beispiel: zukünftigen Arbeitgeber) erreichen
  • Referenzschreiben sind so allgemein gefasst, dass sie an jeden potentiellen Interessenten versandt werden könnten

 4. Aufbau Empfehlungsschreiben

Ein Empfehlungsschreiben wird recht kurz und knapp gehalten. Es hat aber keinen vorgeschriebenen Aufbau oder Inhalte, die unbedingt enthalten sein müssen.

Inhalte und Eckdaten sollten mit dem Urheber im Vorfeld geklärt werden.

5. Aufbau Referenzschreiben

Ein Referenzschreiben sollte sich in der Regel an folgenden Punkten orientieren:

  • Bezug zur Person, Tätigkeit und Author des Referenzschreibens
  • Nennung spezifischer Tätigkeiten
  • Bewertung der jeweilig ausgeführten Tätigkeiten
  • Team-Verhalten
  • Zukunftswünsche

6. Wer stellt Empfehlungsschreiben/Referenzschreiben aus?

Da es sich bei beiden Arten um kein richtiges Arbeitszeugnis handelt, werden diese auch nicht vom zwangsläufig vom ehemaligen Arbeitgeber ausgestellt.

Es kann grundsätzlich jeder ein solches Schreiben erstellen, der unmittelbar etwas mit den Zusammenhängen zutun hat.

Dazu können zählen:

  • Professoren
  • Lehrer
  • Politiker

Dieser Personen verfügen ein hohen Stand in der Gesellschaft und werden auch entsprechend anerkannt.